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Spermidin – der Naturstoff für die grauen Zellen

| von Julia
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Im Alter lässt die Gedächtnisleistung nach. Dinge werden vergessen und das Risiko einer Demenzerkrankung kann dramatisch ansteigen. Forscher der Universitäten Graz, Berlin und Innsbruck haben einen Naturstoff entdeckt, der die kognitive Leistungsfähigkeit nachhaltig verbessern und den geistigen Abbau mit steigendem Lebensalter verlangsamen soll: Spermidin ist in Weizenkeimen, Pilzen und Nüssen sowie in vielen weiteren Nahrungsmitteln enthalten. Tatsächlich geht eine spermidinreiche Ernährung langfristig mit einer Verbesserung der Hirnleistung bei älteren Menschen einher. Das haben Versuche mit Tieren und menschlichen Probanden bewiesen.

Bessere kognitive Fähigkeiten dank Spermidin

Im Rahmen einer Langzeitstudie wurde bewiesen, dass Spermidin die Funktion der Mitochondrien im Bereich des Hippocampus verbessert. Dieses Hirnareal ist für die Aufnahme von Informationen und für das Gedächtnis von entscheidender Bedeutung. Schon lange ist bekannt, dass die Leistung der Zellen mit steigendem Alter deutlich nachlässt und die Gehirnzellen mit weniger Energie versorgt werden.

Die Zufuhr von Spermidin mit der täglichen Ernährung löst eine spezielle biochemische Reaktionskette aus, die dazu beiträgt, die Produktion der Mitochondrien-Eiweiße anzuregen. Dadurch wird die Energieversorgung der Hirnzellen unterstützt. Die Folge ist unter anderem die Verbesserung der kognitiven Leistungsfähigkeit.

Spermidin bewirkt mehr – bei Maus und Mensch

Durch die Steigerung der Mitochondrien-Proteine profitiert der Mensch unter anderem von folgenden Auswirkungen:

  • Steigerung der Zellenergieversorgung im Gehirn
  • verbesserte Gedächtnisleistung
  • erhöhte kognitive Leistung
  • positiver Einfluss auf das körpereigene „Recyclingsystem“ der Zellen zum Schutz vor Krankheiten
  • Schutz vor geistigem Abbau

Menschen, die früh mit einer spermidinreichen Ernährung beginnen, können ihre eigene Denkfähigkeit im Alter deutlich steigern. Spermidin wirkt dem geistigen Abbau entgegen, das Lernen fällt leichter und das kognitive Leistungsportfolio lässt mit der Zeit weniger stark nach. Weil Spermidin auf die Mitochondrien und die zellulären Entsorgungsprozesse im Körper einwirkt, können diese und weitere positive Effekte erzielt werden. Dieses Wissen eröffnet neue Chancen mit Blick auf die Prävention und Therapierung von altersbedingtem geistigem Verfall, Demenzerkrankungen und weiteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen.

Spermidin: Viele Fragen sind noch offen

Warum die Leistungsfähigkeit mit steigendem Alter abnimmt, ist nach wie vor nicht vollständig geklärt. Tatsächlich ist das menschliche Gehirn erst zu etwa zwei Prozent erforscht. Bis dato machen Wissenschaftler unter anderem molekulare Mechanismen im Gehirn für die Entstehung des altersbedingten Leistungsverfalls verantwortlich. Weil der aktuelle Stand der Forschung viele Fragen unbeantwortet lässt, ist es nach wie vor nicht möglich, wirksame präventive und therapeutische Konzepte zu entwickeln, mit denen der geistige Verfall des Menschen unterbunden werden könnte.

Die Hintergründe des neuen Super-Wirkstoffs

Die Aktivität von Nerven- und Gehirnzellen geht mit einem hohen Energieverbrauch einher. Dieser steigt mit den Jahren kontinuierlich an. Daher spielt die Aufrechterhaltung der Mitochondrien-Tätigkeit im Gehirn eine zentrale Rolle. Je besser sie „arbeiten“, desto positiver wirkt sich dies auf die Hirn- bzw. Gedächtnisleistung aus.

Oral verabreichtes Spermidin gelangt direkt ins Gehirn und unterstützt durch die neuroprotektive Wirkung die Leistungsfähigkeit der Zellen. Mit steigender Gedächtnisleistung ist ein intensiverer zellulärer Reinigungsprozess erforderlich. Auch in diesem Zusammenhang zeigt sich die Bedeutung der Funktionsverbesserung der Mitochondrien durch die regelmäßige Zufuhr von Spermidin.

Verbesserungen durch Spermidin in vielerlei Hinsicht

Nach Angaben der Forscher unterstützt Spermidin die Modifikation des eIF5A-Proteins. Dies ist auf molekularer Ebene für die erfolgreiche Herstellung von Eiweißen essenziell. Und zwar als Grundlage dafür, dass mitochondriale Proteine gebildet werden können. Menschliche Probanden, die über fünf Jahre hinweg die natürliche Substanz Spermidin zu sich genommen hatten, wiesen deutliche Verbesserungen ihrer Hirnleistungen auf:

  • Die Gedächtnisleistung
  • Exekutivleistungen, wie zum Beispiel das Planen und Überdenken bestimmter Sachverhalte und auch die
  • Sprachkompetenz

verbesserten sich durch die Spermidinaufnahme über die Nahrung deutlich.

Spermidin: Effekt seit einigen Jahren bekannt

Bereits im Jahre 2009 haben die Forscher Tobias Eisenberg und Frank Madeo die „Anti-Aging-Leistung“ sowie den gesundheitsfördernden Effekt des Spermidins erkannt. Die wesentliche Funktion der Substanz ist das Ingangsetzen eines zellulären Reinigungsprozesses. Man spricht hierbei von der so genannten Autophagie. Im Zuge dessen werden unbrauchbare oder fehlerhafte Bestandteile von Zellen entweder abgebaut oder wiederverwertet. So bleibt der menschliche Organismus insgesamt länger funktional.

Seit Bekanntwerden dieser Entdeckung in 2009 sind bis heute weltweit mehr als 100 renommierte Institute und Labore mit der weiteren Untersuchung des Spermidins betraut. Auch in Zukunft werden sich Experten aus der molekularen Biowissenschaft, Neurologen sowie epidemiologische Forscher mit den Hintergründen des Spermidins auseinandersetzen.

Die Chance, einem geistigen Leistungsverfall im Alter mit einem natürlichen Stoff entgegenwirken oder diesen eines Tages vielleicht sogar gänzlich zu stoppen, erscheint ausgesprochen vielversprechend. Ist Spermidin tatsächlich die Zukunft im Kampf gegen Demenz und Gedächtnisverlust?

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