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Wozu wird ein Autoklav verwendet?

Ein Autoklav ist ein verschließbares Gefäß, in welchem Materialien unter hohem Druck thermisch behandelt werden können. Eine der Hauptanwendungen eines Autoklavs ist die Sterilisation von Laborgeräten. Durch die hohen Temperaturen und Drücke werden Bakterien und Keime sicher und zuverlässig inaktiviert. Einfach gesagt sind Laborautoklaven also Druckbehälter, die primär als Sterilisationsmethode eingesetzt werden.

Weitere Verwendungsmöglichkeiten sind das Aushärten von Materialien, die Durchführung von chemischen Reaktionen, die unter hohen Drücken erfolgen müssen, oder die Anwendung in der Materialprüfung, beispielsweise zur Analyse der Druckbeständigkeit.

Gut zu wissen:

Autoklaven gehen auf die Arbeiten des französischen Physikers Denis Papin zurück. Dieser entwickelte 1679 einen von Robert Hooke entwickelten Druckbehälter zum Papinschen Topf weiter. Darauf aufbauend entstanden später Schnellkochtöpfe, die im Grunde nichts anderes als Autoklaven sind.

Funktionsweise eines Laborautoklavs

Bei einem Laborautoklav handelt es sich in erster Linie um ein luftdicht abschließbares Gefäß, in welchem hohe Gasdrücke im Inneren erlaubt sind. Aufgrund der hohen Drücke und der komplexen Reaktionsführung sind Autoklaven nur von geschultem Fachpersonal nach entsprechender Einweisung zu bedienen. Hierbei werden die zu behandelnden Materialien in das Innere gelegt und der Autoklav verschlossen.

Die im Innenraum noch befindliche Luft muss dann durch ein Auslassventil entweichen können oder gezielt entfernt werden und wird durch das gewünschte Gas oder den gewünschten Dampf ersetzt. Da die meisten Anwendungen bei hohen Temperaturen erfolgen, wird der Autoklav im Anschluss auf die gewünschte Temperatur gebracht und für die Zeit der Reaktion oder der Anwendung auf dieser Temperatur gehalten.

Nach Beendigung wird der Autoklav heruntergekühlt und der Druck entlastet. Erst wenn Druck und Temperatur ausreichend gefallen sind, kann der Autoklav geöffnet werden.

Autoklav kaufen: Welche Verfahren gibt es?

Um eine optimale und zuverlässige Verwendung sicherzustellen, können laut der Norm EN 13060 drei verschiedene Verfahren des Autoklavierens eingesetzt werden. Die geeigneten Formen sind hauptsächlich von der Art des zu autoklavierenden Materials abhängig.

Autoklav Klasse N

Autoklaven der Klasse N sind nicht auf dem neuesten Stand und dürfen nach EN 13060 nur noch verwendet werden, wenn sie als Zusatzgerät zum Einsatz kommen. Grund dafür ist die fehlende Vakuumpumpe, die bei Autoklaven der Klassen S und B vorhanden ist. Das bedeutet, dass nur festes Sterilisiergut, wie z.B. Instrumente, behandelt werden kann. Instrumente, die eingeschweißt oder porös sind, Hohlräume aufweisen o.ä., sollten nicht mit einem Gerät der Klasse N behandelt werden.

Autoklav Klasse S

Der Autoklav der Klasse S funktioniert nach dem Strömungs- oder Gravitationsverfahren. Hierbei verdrängt der Wasserdampf die vorhandene Luft im Autoklav. Diese entweicht durch ein entsprechendes Ventil – ein Verfahren ganz analog zu dem eines Schnellkochtopfs. Diese Methode ist für Flüssigkeiten und für Feststoffe nutzbar, sie sollte allerdings bei porösen Materialien und Hohlkörpern vermieden werden.

Autoklav Klasse B

Das Verfahren B-Klasse wird auch als Vakuumverfahren bezeichnet. Bei einem Klasse-B-Autoklav wird die im Inneren enthaltene Luft stufenweise entfernt. Hierbei wird im mehrfachen Wechsel der Autoklav zunächst evakuiert, um anschließend Dampf einströmen zu lassen. Dieses Verfahren ist auch unter dem Begriff fraktioniertes Vorvakuum bekannt. Neben Feststoffen ist diese Option besonders für poröse Materialien und Hohlkörper geeignet. Sie sollte jedoch nicht für Flüssigkeiten verwendet werden.

Den richtigen Autoklav für Ihren Arbeitsbereich kaufen – Kriterien für die Auswahl

Autoklaven unterscheiden sich entsprechend ihrem Einsatzgebiet in verschiedenen Eigenschaften, dazu gehören Größe und Volumen, Ausrichtung der Kammer und der Beladungsöffnung, Aufstellbedingungen, Materialbeschaffenheit sowie Leistung und erlaubter Druck. Einige Aspekte werden im Folgenden kurz erläutert.

Behältervolumen

Laborautoklaven unterscheiden sich in ihrer Kammergröße und in ihrem Volumen. Hierbei richtet sich die Auswahl nach der Größe und Anzahl der einzusetzenden Objekte. Für kleinere Mengen und Geräte, wie sie in einer Praxis anfallen, reichen typischerweise 20-50 Liter. Müssen häufig größere Mengen an Flaschen oder anderen Gerätschaften sterilisiert werden, bieten sich auch Autoklaven in Größen bis zu 200 Liter an. Im Industriemaßstab sind bis zu 2000 Liter keine Seltenheit.

Autoklav-Ausrichtung

Man unterscheidet hierbei vertikale von horizontalen Autoklaven. Vertikale Autoklaven zeichnen sich durch eine niedrige Stellfläche und eine große Raumhöhe aus. Viele vertikale Autoklaven lassen sich von oben beschicken, was den Platzbedarf noch zusätzlich reduziert. Horizontale Autoklaven, wie zum Beispiel Durchreiche-Autoklaven, lassen sich von vorn beladen. Die Front-Lader haben geringe Höhen, viele kleinere Geräte sind Tischgeräte. Sie brauchen aber mehr Stellfläche als vertikale Top-Lader, da zusätzlich Platz für das Öffnen der Tür notwendig ist.

Autoklaven fürs Labor von MedSolut: Hersteller und Qualitätsmerkmale

Bei MedSolut.com erhalten Sie Laborautoklaven von verschiedenen Markenherstellern. Die bekanntesten sind hierbei Fedegari, SHP Steriltechnik AG, SanoClav und CertoClav.

  • Fedegari ist der Weltmarktführer von Sterilisationslösungen. Die kompakten Autoklaven von Fedegari bieten höchste Sicherheit, ein modernes Design, eine einfache Bedienung und hohe Prozesssicherheit.
  • Die Firma SanoClav bietet überwiegend vertikale Top-Lader aus Edelstahl, welche mit Thermometer, Manometer und allen entsprechenden Sicherheitsventilen ausgestattet sind. Die Steuerung kann manuell oder vollständig elektronisch sein.
  • CertoClav ist bereits seit 1957 in der Autoklavenherstellung tätig. Die Tischautoklaven für die verschiedensten Anwendungen entsprechen alle den CE-Anforderungen für Laborgeräte.
  • Die SHP Steriltechnik AG hat sich auf die Dampfsterilisation spezialisiert. Die Autoklaven decken eine hohe Bandbreite an Kammergrößen von 25 l bis 195 l ab und können als Stand- oder als Tischgerät aufgestellt werden. Optisch ansprechende Autoklaven, hohe Zuverlässigkeit und hohe Qualitätsstandards machen die SHP Steriltechnik AG zu einem seit Jahren im Markt etablierten Unternehmen.

Anwendungsgebiete von Autoklaven

In zahlreichen Industrie- und Forschungsbereichen werden Autoklaven benötigt. Die Anforderungen an Funktion, Größe und Handhabung unterscheiden sich aufgrund der verschiedenen Einsatzgebiete teilweise erheblich.

Autoklav für das Labor

Ein Autoklav im Labor wird zum einen dazu eingesetzt, alle zu verwendenden Geräte und Instrumente zu sterilisieren. Eine weitere Anwendung ist jedoch auch die Durchführung chemischer Versuche, bei denen Gase unter hohen Drücken eine Reaktion eingehen. Typische Volumen für einen Laborautoklav liegen zwischen 50 ml bis hin zu 150 l. Für chemische Reaktionen können diese Autoklaven über eine chemisch widerstandsfähige Beschichtung des Innenraums verfügen und müssen besonders hohen Drücken bis 150 bar standhalten können.

Autoklav für die Industrie

In der Industrie existieren zahlreiche Einsatzmöglichkeiten von Autoklaven. Für industrielle Anwendungen muss der Autoklav über eine entsprechende Größe verfügen und die Befüllung möglichst einfach sein. Die hier verwendeten Autoklaven sind daher typischerweise liegende Zylinder mit einer Länge von bis zu mehreren Metern, welche über zwei große, leicht zu bedienende Öffnungen verfügen.

Solch ein Autoklav in der Industrie wird beispielsweise im Baustoffsektor zum Aushärten von Stein und Beton verwendet. Eine andere Anwendung ist die Faserverbundherstellung, beispielsweise in der Luft- und Raumfahrt oder die Herstellung von Sicherheitsglas.

Autoklav in der Medizin

In der medizinischen Umgebung steht die Sterilisation als Aufgabe im Vordergrund. Instrumente, Geräte, aber auch anderes Sterilisationsgut muss absolut sicher von Keimen befreit werden, um Personal und Patienten zu schützen. Dafür muss ein Autoklav in der Medizin regelmäßig auf seine Funktion hin überprüft werden. Die Größe der Autoklaven richtet sich nach der Menge an zu sterilisierenden Geräten und kann beispielsweise zwischen einer Arztpraxis und einem Krankenhaus deutlich variieren.

Autoklav in der Zahnarztpraxis

Auch in Zahnarztpraxen können Autoklaven wertvolle Dienste bieten. Ein Autoklav beim Zahnarzt dient der zuverlässigen Sterilisation von Dental-Handstücken, Bohrern und anderen dental gebrauchten Geräten und Instrumenten. Hierfür existieren beispielsweise kleine Tischgeräte, die zweckmäßig und praktisch in jeder Zahnarztpraxis ihren Platz finden und so ihren Beitrag zur Sicherheit leisten.

Zuverlässiger Laborautoklav für Ihre Applikation – jetzt persönlich beraten lassen

Wenn Sie einen Laborautoklav für Ihr Labor, Ihre Praxis oder Ihre spezielle Anwendung suchen, unterstützen Sie unsere Fachexperten von MedSolut.com gern. Kontaktieren Sie uns – unsere spezialisierten Berater gehen persönlich und kompetent alle zu berücksichtigenden Aspekte mit Ihnen durch. Sie erreichen uns telefonisch unter +49 30 2096579 00 oder auch via E-Mail unter [email protected].


FAQs

Was ist ein Autoklav?

Ein Autoklav ist ein Dampfsterilisationsgerät. Da der Prozess in der Regel bei 110°C bis 140°C bei hohem Druck durchgeführt wird, gilt dieses Sterilisationsverfahren als sehr zuverlässig.  Der Autoklav wird besonders für die Sterilisation von Laborgeräten und -Instrumenten verwendet, kann aber auch für z.B. die Aushärtung von Materialien dienen.

Was kann man im Autoklav sterilisieren?

Der Autoklav dient zur Sterilisation von Instrumenten und Geräten im Labor, in der Industrie, in der Medizin und auch in Zahnarztpraxen. Damit werden medizinische Instrumente wie Skalpelle, Operationswäsche, Tupfer, Nährmedien u.v.m. entkeimt.

Was kostet ein Autoklav?

Bei Laborautoklaven variiert die Preisspanne beträchtlich. Je nach Ausstattung, Leistung, Größe und Hersteller können die Kosten bei 1.000 Euro beginnen, aber auch weit über 10.000 Euro betragen. Die meisten Beträge rangieren aber zwischen 1.000 und 2.000 Euro. Dabei gilt: Je mehr Funktionen und technische Extras der Autoklav aufweist, desto höher der Preis.

Wie funktioniert der Autoklav?

Der Dampfsterilisator funktioniert ähnlich wie ein Druckkochtopf: In einem geschlossenen Innenraum wird Wasser erhitzt, bis es siedet. Dadurch entsteht Dampf, der den Innenraum ausfüllt und Druck erzeugt. Da der Dampf nicht entweichen kann, erhitzt er sich auf 110°C bis 140°C, wodurch Bakterien und Keime inaktiviert werden. Nach Beendigung des Vorgangs kann der Dampf durch ein Ventil entweichen.

Was darf nicht in den Autoklav?

Autoklaven der Klasse N können nur feste Geräte dampfsterilisieren. Geräte der Klasse S haben ein breiteres Spektrum: Sie können komplexe Geräte sterilisieren, allerdings keine Kapillarinstrumente. Autoklaven der Klasse B sind die am weitesten entwickelten und können alle Arten von Instrumenten und Geräten sterilisieren – dazu zählen auch verpackte, poröse oder komplexe Instrumente.

Welcher Autoklav für Podologie und Veterinärmedizin?

Für die meisten Praxen empfiehlt sich ein Autoklav der Klasse B. Achten Sie dabei auch auf die Größe bzw. das Fassungsvermögen des Geräts: Zumeist reichen hier 8–12 Liter, für größere Praxen sind aber auch Autoklaven mit 20 Liter Fassungsvermögen sinnvoll.