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Spendenaktion: Die MedSolut AG spendet 16.000 Masken an Die Arche

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Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat unser MedSolut-Team in den vergangenen Wochen 16.000 Mund- und Nasenschutzmasken an die gemeinnützige Organisation die Arche in Berlin gespendet. Arche-Gründer Bernd Siggelkow, der die medizinischen Masken entgegennahm, zeigte sich sichtlich erfreut über die wertvolle Sachspende im Wert von rund 31.000 Euro.

Im Interview, welches wir im Rahmen unserer Aktion führen durften, erzählt er uns mehr darüber, wie sein Team und vor allem die Familien und Kinder diese Zeit erleben und welche Ziele mithilfe der vielen Spenden in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. Und auch für unser Team wird dies nicht die letzte Spendenaktion gewesen sein.

Unterstützung für mehr als 4.000 Kinder und Jugendliche

Seit Beginn der Pandemie sorgt die Arche noch stärker als sonst dafür, Familien und Kindern die Herausforderungen Alltags insbesondere nun im Lockdown zu erleichtern. Hausbesuche, Lebensmittelversorgung und aufmunternde, beruhigende Gespräche über Kummer- und Sorgentelefone stehen dabei auf der Tagesordnung. So ist das Team bundesweit 24 Stunden erreichbar für die fast 2.000 Familien, die sich ihnen derzeit anvertrauen – eine immense Leistung.

MedSolut AG plant weitere Spendenaktionen: „Dies soll nicht unsere letzte Spende gewesen sein“

Mithilfe der großen Masken-Spende von 16.000 Schutzmasken, möchte das MedSolut-Team sowohl die Mitarbeiter der Arche als auch die vom Lockdown betroffenen Familien und Kinder im Gesundheitsschutz unterstützen. Marcel Bertram, Gründer der MedSolut AG betont „unsere Hilfe soll vor allem bei denjenigen ankommen, die durch die aktuelle Situation in eine Lage gekommen sind, die sie sich selbst nie ausgemalt hätten. Besonders Kindern und Jugendlichen sowie ihren Familien, die zusätzlich zur Benachteiligung nun noch mehr unter den Auswirkungen der Pandemie leiden, möchten wir mit dieser Spende helfen.

Wir freuen uns, dass wir das Team der Arche, aber auch die Kinder und Jugendlichen durch diese Spende hinsichtlich Ihrer Gesundheit unterstützen können. Doch auch in Zukunft möchten wir Organisationen wie die Arche weiter unterstützen. „Gerade den Ansatz, die Digitalisierung voranzutreiben und das virtuelle Lernen von zu Hause aus für bedürftige Familien zu ermöglichen, liegt uns am Herzen. Hier ist es wichtig, noch mehr zu tun“, so Marcel Bertram zuversichtlich.

MedSolut Gründer Marcel Bertram überreicht 16.000 Masken an die Arche

Unser Interview mit Bernd Siggelkow, Gründer der Arche

Herr Siggelkow, wir bedanken uns vielmals, dass Sie uns in dieser stressigen Zeit einen Moment für dieses Interview widmen.

Auch für Sie lief das letzte Jahr anders als geplant. Wie hat Ihre Organisation die vergangenen Monate erlebt? Und welche persönlichen Eindrücke nehmen sie aus der Pandemie mit?

Bernd Siggelkow: Schon zu Beginn der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, dass unser Team immer gut auf Krisensituationen vorbereitet ist. Hier bestätigte sich unser Motto: schnell und unkompliziert helfen. Natürlich mussten wir eine Vielzahl der üblichen Prozesse umstellen, aber dies hat dank unserer engagierten Mitarbeiter reibungslos funktioniert. So haben wir zum ersten Lockdown beispielsweise den Großteil unserer Arbeit aufs Digitale umgestellt und ein virtuelles Programm eingerichtet, mit dem wir Kindern und Eltern z. B. umgehend bei der Bewältigung der schulischen Themen helfen konnten. Zum anderen konnten wir den Familien mit diesem Programm in jeder schwierigen Situation seelischen Beistand leisten. Die Versorgung mit Lebensmitteln durch unsere Teams lief währenddessen unter den entsprechenden Hygienebedingungen weiter.

Dennoch birgt diese Zeit eine ganz besondere Herausforderung, da unsere persönlichen Beziehungen zu den Kindern nicht wie gewohnt aufrechterhalten werden können. Gerade Kinder, die von ihren Eltern nicht ausreichend Liebe und Zuneigung erhalten, leiden sehr unter der aktuellen Situation. Sie benötigen emotionale Bindung. In den vergangenen Monaten hat sich die Lage in den meisten Familien deutlich verschlechtert. Überall herrscht Stress und Überforderung. Deswegen ist es unser Anliegen in den Familien zu sein, bevor die Lage buchstäblich eskaliert. Das Einzige was wir derzeit machen können, ist Schadensbegrenzung. Denn der Zusammenbruch des Schulsystems, die mangelnde digitale Infrastruktur, der Stress der Eltern, Job und Homeschooling unter einen Hut zu bringen, all das kommt zusammen und bringt Frust. Hier müssen dringend sinnvolle Lösungen gefunden werden.

Wie vielen Kindern und Familien konnten Sie im vergangenen Jahr durch Spenden und Sachspenden helfen?

Bernd Siggelkow: Dank unserer Spender und unserer motivierten Mitarbeiter konnten wir im vergangenen Jahr deutschlandweit jede Woche 1630 Familien mit 4500 Kindern unterstützen. Alleine am Nikolaustag haben wir innerhalb eines Tages 1200 Kinder aus zwei Bezirken besucht und ihnen eine Freude bereitet. Doch ein großer Teil der Kinder in Deutschland hat leider nicht den Luxus, eine Arche in ihrer Nähe zu haben. Aus diesem Grund versuchen wir zunehmend, diesen Kindern ebenfalls unsere Hilfe anzubieten. Zum Beispiel über unsere neue „virtuelle Arche“ und unsere Whatsapp-Seelsorgestelle, welche rund um die Uhr besetzt ist.

Welche weiteren Projekte planen Sie für die Zukunft?

Bernd Siggelkow: Unser Team versucht immer neue Projekte zu entwickeln. Einige Ideen waren bereits in unseren Köpfen und sind durch Corona erst richtig zum Leben erweckt worden. So steht zum einen der Punkt Digitalisierung und Projekte wie die „virtuelle Arche“ mit an erster Stelle. Ein weiteres Projekt, welches in Planung ist und auf das ich persönlich sehr stolz bin, ist das Pilot-Projekt: Assistenzhunde für Kinder in belasteten Familien. In diesem bundesweiten Projekt möchten wir speziell ausgebildete Hunde dafür einsetzen, Harmonie in die Familien zu bringen, in denen sie häufig fehlt.

Wer zählte in den vergangenen Jahren zu den Hauptspendern?

Bernd Siggelkow: Ich würde sagen, dass es in den letzten Jahren immer sehr ausgeglichen war. Also rund 50 Prozent der Spenden von Unternehmen und rund 50 Prozent von privater Ebene kamen. Wirtschaftlich gesehen verfolgen wir das Ziel, den Kreis der privaten Spender noch etwas zu erweitern. Denn wenn nur wenige Menschen pro Jahr etwas weniger spenden, ist der Einbruch der Spenden nicht so hoch wie bei einem Unternehmen, das pro Jahr eine hohe Summe oder Anzahl an Sachspenden beisteuert.

Dennoch sind wir selbstverständlich auf alle Spenden angewiesen und für jede Spende ausgesprochen dankbar, egal, woher bzw. von wem sie kommt. Unternehmen, die regelmäßig spenden, sehen wir gerne als Partner an, die wir bei Bedarf und Interesse auch in andere unserer Projekte einbeziehen können. So kann sich das Unternehmen auch langfristig gesehen, besser mit uns identifizieren und stellt dies auch nach außen natürlicher dar.

In welchen Bereichen haben Sie gemerkt, dass Kinder und Jugendliche seit Beginn der Pandemie häufiger bzw. stärkere Hilfe benötigen als sonst?

Bernd Siggelkow: Wir merken sehr deutlich, dass Süchte insbesondere der Computerspielsucht stark wachsen. Zum einen nutzen es die Kinder, die zu wenig beaufsichtigt werden, aus und verlieren die Kontrolle und zum anderen fliehen sich Kinder aus Problemfamilien in die Welt der Spiele, um die Realität zu vergessen. Diese Dynamik nimmt überhand und ehe man sich versieht, entsteht der nächste Streit. Hinzu kommen beispielsweise auch die Einschränkungen bezüglich der Kontaktpersonen, mit denen sich Kinder treffen dürfen. Stellen Sie sich einmal vor, Sie haben drei Kinder und es darf nur ein Freund eingeladen werden. Da entstehen Konflikte, die man sich gar nicht ausmalen kann.

Besonders schwierig wird es auch, wenn die Schulen irgendwann wieder öffnen dürfen. Das darf man nicht verharmlosen: Die Kinder haben sich jetzt schon so sehr an einen vollständig veränderten Tagesrhythmus gewöhnt – das wird man nicht nur an den Leistungen deutlich erkennen, sondern auch an der Konzentrationsfähigkeit und beim Bewältigen verschiedenster Aufgaben.

In welchen Bereichen sind Sie und Ihre Mitarbeiter auf Herausforderungen gestoßen?

Bernd Siggelkow: Wir haben ja bereits im ersten Lockdown sehr viele neue Familien kennengelernt und geben Tag für Tag unser Bestes, ihnen allen die Unterstützung zu bieten, die sie benötigen. Wir tun dabei unser äußerstes und versuchen so viel es geht und so nah es geht, bei den Kindern und Familien zu sein. Es gibt Eltern, die lassen sich scheiden, weil ein Elternteil mit den Folgen der Kurzarbeit nicht zurechtkommt. In anderen Familien gibt es täglich Streitigkeiten und von einer familiären, liebevollen Atmosphäre gibt es keine Spur mehr. Dies ist nicht leicht und unsere Seelsorgestellen regelmäßig sind überlastet.

Hier kommen unsere auch Mitarbeiter teilweise stark an ihre Grenzen. Doch wir werden nicht aufhören, so viel es geht für die Betroffenen zu tun. Es gab bereits Situationen, in denen wir das Jugendamt verständigen mussten.

Wie würden Sie persönlich die aktuelle Lage hinsichtlich der Digitalisierung insbesondere in Bezug auf Bildung und Homeschooling-Maßnahmen beschreiben?

Bernd Siggelkow: Auch wenn es provokant klingt, sage ich – gerade in einer Situation, wie wir sie derzeit erleben –„unser Erfolg als Arche ist der Misserfolg unserer Gesellschaft“. Denn genau jetzt erleben wir einmal mehr, dass wir in einer Gesellschaft leben, die es nicht geschafft hat, ein Konzept gegen die Kinderarmut zu entwickeln – bzw. um diese einzudämmen. Jahr für Jahr sehen wir immer mehr Leid unter den Kindern hierzulande. Somit nehmen wir als nicht-staatliche Organisation eine staatliche Aufgabe an dem Punkt an, wenn Staat selbst den Kopf in den Sand steckt. Das sehen wir zusätzlich beim Aufbau einer vernünftigen digitalen Infrastruktur innerhalb der Familien, aber auch im Schulsystem – hier hat Deutschland eindeutig verschlafen.

Unsere Kultusminister hatten nun fast 12 Monate Zeit, die Digitalisierung insbesondere an unseren Bildungsstätten voranzubringen. Leider sehen wir immer noch keine konkreten, sinnvollen Lösungsansätze – zum Leid aller Betroffenen. Ich persönlich spreche mich dafür aus, dass wir zum Beispiel alle Lehramtsstudenten in das Schulsystem einbeziehen, um die Lehrer bei den derzeitigen Maßnahmen zu unterstützen und bestenfalls auch im virtuellen bzw. digitalen Bereich innovative Ideen voranzubringen.

Wie unterstützt die Arche bisher den Ausbau dieser Infrastruktur?

Bernd Siggelkow: Da derzeit sehr viele Familien ohne ausreichende digitale Mittel versuchen, Ihren Kindern den Stoff vom Lehrplan effektiv zu vermitteln, haben wir in den vergangenen Monaten eine Aktion gestartet und bereits 600 Laptops und Tablets verteilen können. Wir planen natürlich, dieses Projekt weiter zu führen, da noch weitaus mehr Familien betroffen sind. Dank einiger Sachspenden in Form von digitalen Geräten konnten wir dies möglich machen. So hoffen wir, dass wir den Kindern und Jugendlichen auch in Zukunft das Lernen von zu Hause aus etwas erleichtern können.


Ich bedanke mich recht herzlich für das ausführliche Interview und Ihre Zeit, Herr Siggelkow.

Mehr über die Arche

Nicht erst seit der Pandemie setzen die Mitarbeiter alles daran, benachteiligen Kindern und Jugendlichen sowie ihren Familien in jeder Lebenslage zu helfen. Schon seit 1995 engagiert sich das Team um Pastor Bernd Siggelkow vor allem für Kinder aus sozial benachteiligten Verhältnissen. Derzeit ist Die Arche an mehr als 25 Standorten in Deutschland und weiteren Ablegern in der Schweiz sowie in Polen vertreten und erreicht damit über 4.000 Kinder und Jugendliche.

Mit ihren kostenlosen Angeboten engagiert sich die Arche dafür, dass sich die Lebensbedingungen benachteiligter Kinder und Familien verbessern. Zudem unterstützen sie sie dabei, Potenziale besser zu erkennen, zu fördern und sie auf die Herausforderungen des Lebens vorzubereiten. Vor allem in Zeiten der Corona-Pandemie liegt der Schwerpunkt auf der Förderung des Aufbaus einer digitalen Infrastruktur innerhalb der Familien, um ihnen beispielsweise Homeschooling-Maßnahmen zu erleichtern.

 

Sie haben Fragen zu unserer Spendenaktion oder möchten mehr über unsere Pläne, die Arche weiterhin zu unterstützen, erfahren? Dann kontaktieren Sie uns gern telefonisch unter +49 30 2096579 00 oder schicken Sie uns eine Mail an [email protected]

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