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Der Bunsenbrenner im Labor: Einsatzorte

Der Bunsenbrenner wird in vielen Laboren benötigt. Vorwiegender Einsatzbereich der Laborgasbrenner ist aber die analytische Chemie, wo beispielsweise Lötrohrproben, Flammproben oder Borax-Proben durchgeführt werden. Für Gebiete wie die Mikrobiologie oder Biotechnologie, bei denen sterile Vorgehensweisen oft essenziell sind, ist dabei besonders wichtig, dass bei vollständig geöffneter Luftzufuhr eine sterile Umgebung um die Flamme herum entsteht.

Ganz essenziell ist der Bunsenbrenner aber auch für die Chemielabore in Schulen oder als Utensil in der experimentellen Küche, wo der Bunsenbrenner – oder Flambierbrenner – in handlicherem Design für das Erhitzen verschiedener Speisen verwendet wird.

Aufbau eines klassischen Bunsenbrenners

Ein Bunsenbrenner ist ein kleiner Gasbrenner, mit dem man im Labor geringere Erhitzungsprozesse durchführt. Dabei werden Erdgas oder ein Gemisch aus Propan und Butan verbrannt, die eine kleine Flamme speisen.

Bunsenbrenner für Labore bestehen typischerweise aus:

  • einem schweren Metallfuß
  • einem Anschluss für den Gasschlauch
  • einer Gasdüse
  • einer Gasregulierung (entweder Hebel oder Drehrad)
  • einem Brennerrohr
  • einer Öffnung für Luftzufuhr

Am oberen Ende des Metallfußes sitzt der Anschluss für den Schlauch, der mit dem Gashahn oder einer anderen Quelle verbunden ist. Oft ist hier noch eine Regulierungsmöglichkeit per Hebel oder Drehrad vorhanden, die die Einstellung der Gasmenge erlaubt. Ist der Anschluss erfolgt, strömt über das Brennerrohr das Gas nach oben. Sollte keine Luftzufuhr erwünscht sein, kann diese per Stellring verschlossen werden.

Die richtige Anwendung des Bunsenbrenners

Unter Umständen kann das Arbeiten mit offener Flamme gefährlich werden. Deshalb sollten bei der Verwendung eines Bunsenbrenners im Labor einige Sicherheitskriterien eingehalten werden:

  • Halten Sie loses, langes Haar, lange Stoffärmel oder locker sitzende Kleidungsstücke von der Flamme fern. Binden Sie lange Haare am besten mit einem Haarband zusammen.
  • Halten Sie zudem den Kopf stets vom Brenner fern.
  • Wenn Sie den Bunsenbrenner nicht verwenden, schalten Sie ihn immer vollständig ab: Ausströmendes Gas kann hochgefährlich sein!
  • Lassen Sie den Bunsenbrenner immer ruhig am Standfuß stehen und kippen oder schütteln Sie ihn niemals.
  • Tragen Sie eine Schutzbrille, wenn Sie mit bestimmten Substanzen arbeiten.
  • Achten Sie auch darauf, dass im Raum Warngeräte wie Gas- oder Rauchmelder installiert sind. Diese sind zum Teil sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Inbetriebnahme des Bunsenbrenners

Bei der Inbetriebnahme eines Bunsenbrenners ist es sinnvoll, nicht nur die Sicherheitsmaßnahmen zu beachten. Auch geregelte Prozessabläufe sollten fest vorgegeben und befolgt werden.

  1. In einem ersten Schritt gilt es, die Schutzbrille aufzusetzen und Haare zusammenzubinden, sodass diese außer Reichweite der Flamme sind.
  2. Luftzufuhr und Gasregulierung prüfen: Ist diese geschlossen?
  3. Entzünden Sie die Flamme, indem Sie das Streichholz über das Brennerrohr halten.
  4. Nun können Sie die Gasregulierung öffnen. Die Flamme sollte leuchtend sein.
  5. Öffnen Sie auch die Luftzufuhr, um die Flamme zwischen nicht leuchtend oder rauschend zu regulieren.

Arten von Gas- und Bunsenbrennern

Unter den Laborgasbrennern gibt es verschiedene Arten und Namen, doch worin unterscheiden sich die Geräte? Der bekannteste ist natürlich der Bunsenbrenner, den es in verschiedenen Ausführungen und Größen gibt. So gibt es beispielsweise kleine Handgeräte für den Einsatz in der Küche, wo Speisen flambiert werden.

Der Bunsenbrenner ist nach Robert Wilhelm Bunsen benannt (der ihn allerdings nicht erfand, sondern nur verbesserte) und funktioniert nach dem Prinzip der Strahlpumpe, wodurch Luft am Brennerrohr nach oben zur Flamme geführt wird.

Ein weiterer bekannter Brenner ist der Teclu-Brenner, der nach seinem Erfinder Nicolae Teclu, einem rumänisch-österreichischen Chemiker und Architekten, benannt ist. Der Teclu-Brenner funktioniert ganz ähnlich wie der Bunsenbrenner, allerdings wird die Luft anders zur Flamme geführt: Sie wird durch ein konisch erweitertes Brennerrohr von unten angesaugt statt geleitet. Der Teclu-Brenner verfügt zudem über eine etwas angenehmere und präzisere Regulierung der Flamme als der Bunsenbrenner.

Der dritte wichtige Laborgasbrenner ist der Meker-Fisher-Brenner, der aufgrund seines größeren Brennerrohres mehr Gas verbrennen und dadurch schneller größere Volumina als der Bunsenbrenner aufheizen kann. Er erzeugt mehrere offene Gasflammen und wird für Erhitzungsprozesse, Sterilisierungsprozesse und Verbrennungsvorgänge eingesetzt.

Bunsenbrenner kaufen – wichtige Auswahlkriterien

Wenn es darum geht, den richtigen Bunsenbrenner für Labor, Industrie oder Küche zu kaufen, gibt es einige Dinge, die dabei zu beachten sind. Dies beginnt schon bei der Art des Gasbrenners: Wünschen Sie neben dem klassischen Bunsenbrenner vielleicht eine Pistolengriff-Lötlampe für besonders lange Brennzeiten, einen Gasbrenner mit Aufsatz für Überkopf-Löten oder einen Flambier-Brenner als kleine Version für die Küche?

Darüber hinaus sind folgende Kriterien wichtig:

Brennzeit

Bevor Sie einen Kauf tätigen, sollten Sie einen Blick auf die maximale Brennzeit werfen. Diese muss vom Hersteller angegeben werden und wird durch die Größe der Gaskartusche sowie den individuellen Gasverbrauch des Brenners beeinflusst. Brennzeiten dauern üblicherweise zwischen 60 und 210 Minuten. Wenn Sie eine längere Brennzeit wünschen, achten Sie darauf, dass der Gasverbrauch pro Minute eher gering ist.

Anheizzeit

Sollten Sie Geräte verwenden wollen, die sofort einsatzbereit sind, dann achten Sie beim Kauf auf eine geringe Vorlaufzeit. Diese Anheizzeit dauert bei hochwertigen Geräten üblicherweise 30 bis 45 Sekunden. Es sollte keinesfalls länger dauern, bis das Gerät einsatzbereit ist. So kann zum einen die Arbeit schneller gestartet werden, zum anderen reduziert sich durch den möglichst kurzen Leerlauf auch der Gasverbrauch.

Flammentemperatur

Ganz essenziell für Versuche mit dem Bunsenbrenner im Labor ist die maximale Flammentemperatur, die bei einer Verbrennung im Inneren der Flamme gemessen wird. Sie gibt an, wie heiß die Flamme maximal eingestellt werden kann, wenn die Luftzufuhr ganz geöffnet ist. Hier gibt es im Handel sehr unterschiedliche Werte, weshalb Sie darauf achten sollten, einen hochwertigen Brenner zu erstehen. Ein solcher muss mindestens 1.100°C erreichen, wobei für viele Einsatzbereiche eine Temperatur von 1.800°C notwendig ist.

Regulierungsmöglichkeit

Je nachdem, wie detailliert und akribisch Sie bei der Arbeit vorgehen, sollten Sie beim Kauf eines Gasbrenners für Ihr Labor ein gewisses Regulierungsspektrum zur Verfügung haben. Regulierungsmöglichkeiten beeinflussen die Flammengröße sowie die Temperatur der Flamme. Sie sind an der Düse des Gasbrenners montiert und unterstützen durch ihre Funktion den Einsatz in vielen Anwendungsbereichen.

SCHUETT Bunsenbrenner bei MedSolut

Die Gas-Sicherheitsbrenner von Schuett zeichnen sich durch besondere Leistungsfähigkeit und zahlreiche praktische Funktionen aus:

  • Bequeme Entzündung des Bunsenbrenners per Fußtaster oder per Knopfdruck
  • Kontrolle der Brenndauer und Flammenregulierung
  • Überhitzungsschutz
  • UV-beständiges Gehäuse
  • Neigungsverstellung
  • Unterstützung individueller Präferenzen bei der Arbeitsweise durch Handbetrieb, Fußschalter oder Bewegungssensor
  • und vieles weitere mehr

Schuett ist ein Hersteller für High-End-Geräte, die in der Biotechnologie, Mikrobiologie und Molekularbiologie zum Einsatz kommen. Die Entwicklung und Produktion wird von Schuett selbst geleitet und durchgeführt, wodurch sich ein weltweites Netz an Kunden und Händlern etablieren konnte, die auf die Qualität von Schuett vertrauen.

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FAQ

Was ist der Unterschied zwischen einem Gasbrenner und einem Bunsenbrenner?

Ein Bunsenbrenner ist ein Gasbrenner, wie auch der Teclu-Brenner oder der Meker-Fisher-Brenner. Der Unterschied zwischen den Gasbrennern besteht vor allem darin, wie die Luft zur Flamme geführt wird. Der Meker-Fisher-Brenner heizt am schnellsten größere Volumina auf.

Wie funktioniert ein Bunsenbrenner?

Der Bunsenbrenner ist aufgebaut aus einem Metall-Standfuß und einem Brennerrohr. Die Gaszufuhr erfolgt über den Gasanschluss. Bei vielen Geräten kann die Flamme durch die Luftöffnung und Stellschrauben reguliert werden.

Wie viel kostet ein Bunsenbrenner?

Bunsenbrenner werden in zahlreichen Betrieben benötigt – angefangen bei Schulen bis hin zur Industrie oder Laboren. Je nach Qualität gibt es Geräte ab 20€, allerdings können hochwertige Sicherheits-Bunsenbrenner schnell einmal Preise von 400€ erreichen.

Wer hat den Bunsenbrenner erfunden?

Der Bunsenbrenner ist nach seinem Erfinder Robert Wilhelm Bunsen benannt, der allerdings nicht der wirkliche Erfinder ist. Michael Faraday war ursprünglicher Erfinder der Vorrichtung, die für den Bedarf Bunsens weiterentwickelt wurde. Optimiert wurde der Gasbrenner durch Peter Desaga.