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Digitaler Impfpass: Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen

| von Julia
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Beim klassischen Impfausweis handelt es sich um ein pastellgelbes Stück Papier, das Aufschluss über den persönlichen Impfstatus des Passinhabers gibt. Bei vielen Menschen verstaubt das Dokument buchstäblich im hintersten Winkel von Schubladen oder Schrankfächern. Beim digitalen Impfpass soll alles anders werden. Was aber hat es mit dem virtuellen Schein auf sich und welche Bedeutung hat er? Fragen über Fragen – und hier sind die Antworten.

Das kann der digitale Impfpass tatsächlich

Spezifische Angaben zum individuellen Impfschutz können mithilfe des digitalen Impfpasses verschlüsselt auf dem Smartphone abgespeichert werden. Die entsprechenden Daten lassen sich dann je nach Bedarf von Medizinern bzw. Ärzten und Krankenhauspersonal abrufen. Darüber hinaus soll es Reiseveranstaltern, Fluggesellschaften und anderen Unternehmungen unterschiedlichster Branchen möglich sein, Informationen zum Impfstatus des Ausweisinhabers einzusehen.

Immer dann, wenn eine gültige Corona-Impfung vorausgesetzt wird, soll der digitale Impfpass zur Anwendung kommen können. Insgesamt sind es drei grundlegende Aspekte, die den digitalen Ausweis vom herkömmlichen Impfpass unterscheiden:

  • Die virtuelle Variante wird als anwenderfreundlich beschrieben.
  • Sie gilt schon jetzt als daten- und fälschungssicher.
  • Informationen zum persönlichen Impfstatus des Passinhabers lassen sich leicht abrufen und direkt verarbeiten.
  • Auf digitale Weise soll ein effizienterer Kampf gegen das Covid-19-Virus durchgeführt und eine
  • bessere Überwachung der Gesamtsituation gewährleistet werden können.

Digitaler Impfpass: Impfschutz vs. Datenschutz

Zum Ende des zweiten Quartals 2021 soll die Einführung des digitalen Impfpasses erfolgen. Allerdings ist aus dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) zu vernehmen, dass die Impf-App ab Sommer 2021 an den Start geht. Man geht gegenwärtig vom 1. Juli 2021 als Einführungstermin aus. Impfgegner fühlen sich mit Blick auf die aktuellen Planungen seitens der Regierung ein stückweit unter Druck gesetzt. Immer wieder fällt in dem Zusammenhang auch der Begriff „Datenschutzverletzung“. Dem aber will die Politik entgegenwirken, indem man verlauten lässt, der digitale Impfpass sei freiwillig stelle lediglich ein ergänzendes Angebot dar.

Insgesamt ist es so gut wie unmöglich, den digitalen Impfpass verpflichtend einzusetzen, da nicht jeder Bürger – egal, ob geimpft oder nicht – über ein eigenes Smartphone verfügt. Zudem ist es sehr wohl auch denkbar, dass ein Handy abhanden kommt. Die erforderlichen Daten zum Impfstatus stünden daher per se nicht in jedem Fall mit absoluter Sicherheit zur Verfügung.

Ziel der EU und ihrer Mitgliedsstaaten ist es, durch die Entwicklung und Etablierung der digitalen Impfpässe wieder die Möglichkeit des Reisens auf dem gesamten Kontinent zu eröffnen. Die grundlegenden Informationen, die verschlüsselt in der App hinterlegt sind, beziehen sich unter anderem darauf, ob der Passinhaber tatsächlich eine Impfung gegen das Covid-19-Virus erhalten hat. Darüber hinaus soll abrufbar sein, wie lange die Impfung bereits zurückliegt und welches Impfpräparat seinerzeit zur Anwendung kam.

Hinweis:

Das bewährte „gelbe Impfheft“ wird auch in Zukunft aller Voraussicht nach nicht gänzlich der Vergangenheit angehören. Obwohl die digitale Variante mehr und mehr in den Fokus geraten soll. In der Tat soll das Papierdokument auch weiterhin als wichtigster Impfnachweis genutzt werden. Allerdings parallel zu seinem neuen digitalen Verwandten.

Digitaler Impfpass: Vorgehensweise und Anwendung

In Arztpraxen, Krankenhäusern und Impfzentren soll es in Zukunft möglich sein, Impfbescheinigung in Form digitaler Zertifikate auszustellen. Dabei erhalten geimpfte Personen nach dem Impfvorgang die entsprechende Bestätigung als QR-Code. Dieser kann sowohl vor Ort ausgedruckt und dann eingescannt oder mit dem Smartphone abgelesen werden. Die entsprechende App – in etwa vergleichbar mit der Corona-Warn-App – ist noch in der Entwicklungsphase und soll dauerhaft kostenfrei sein.

Anmerkung zum QR-Code

Der nach dem Impfvorgang generierte QR-Code kann lediglich ein Mal und auch nur auf einem einzigen Smartphone eingelesen werden. Wie aber das Prozedere ablaufen wird, wenn ein Handy abhanden kommt, ist derzeit noch nicht ganz geklärt.

Um dem Datenschutz in vollem Umfang zu entsprechen, werden die Impfbescheinigungen nicht etwa auf zentralen Servern, sondern nur auf dem Smartphone der Passinhaber abgelegt. Sämtliche personenbezogene Daten zur Impfung, die zunächst in den Impfzentren oder Arztpraxen generiert werden, sollen nach Ablauf einer bestimmten Frist vollumfänglich gelöscht werden.

Hinweis:

Es soll nach Angaben des Bundesgesundheitsamtes erlaubt sein, die Impfdaten von Kindern oder Partnern von Geimpften auf ein und demselben Handy abzuspeichern.

Die Planungen zum digitalen Impfausweis sind in vollem Gange. Dennoch sind sich Experten schon jetzt einig, dass es sich bei dieser Ausführung lediglich um eine Übergangslösung handelt. Spätestens ab 2022 wird der Impfpass ein wesentlicher Bestandteil der elektronischen Patientenakte (ePA) sein. Diese ist ein essenzieller Baustein des Gesundheitswesens, um relevante Patientendaten nach Bedarf abrufen zu können.

Video: Digitaler Impfass | Was kann er? Wann kommt er?

medsolutTV-Moderator Vincent Schneider hat das aktuelle Thema genau unter die Lupe genommen und beantwortet Ihnen alle wichtigen Fragen rund um den Digitalen Impfpass.

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